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Psychotherapie
Psychotherapie bezweckt die Verminderung oder Heilung von seelischem oder körperlichem Leiden und Krankheiten. Es handelt sich um eine besondere Art der zwischenmenschlichen Begegnung und Zusammenarbeit zur Hilfe in seelischer Not und bei psychosomatischen Leiden. Sie bewirkt Veränderungen auf Therapieziele hin mit empirisch abgesicherten Verfahren und Methoden.

Lebenshilfe
Psychotherapie kann auch als Lebenshilfe und der persönlichen Weiterentwicklung dienen. Die konkrete Lebenssituation der betroffenen Person wird berücksichtigt – ebenso die vergangene und die zukünftige Entwicklung.

Personzentrierte Psychotherapie
Personzentrierte Psychotherapie ist ein psychologisches Konzept für die therapeutische Arbeit mit Menschen. Es wurde Anfang der Vierzigerjahre des letzten Jahrhunderts von dem Amerikaner Carl R. Rogers  entwickelt. Das Konzept ruht auf zwei Säulen: einer wissenschaftlich überprüften Aussage über wirkungsvolles Eingehen von PsychotherapeutInnen auf ihre Klienten ("personzentrierte Haltung") und die Grundannahmen über die Natur des Menschen.
Die personzentrierte Haltung meint diejenige seelisch-geistige Einstellung von Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die der ratsuchenden Person hilft, Blockierungen seiner Wachstums- und Entwicklungsimpulse aufzulösen. Sie beschreibt die günstigen Beziehungsbedingungen für psychische Veränderung.

Traumatherapie
Die Trauma-Therapie ist ein spezialisiertes Teilgebiet der Psychotherapie, das sich mit den seelischen Folgen von körperlichen oder psychischen Verletzungen befasst. Ein Trauma kann durch stark belastende Lebensereignisse ausgelöst werden. Dabei kann es sich um einzelne oder sich wiederholende Auslöser handeln. Tritt das als Trauma erlebte Ereignis in gleicher oder ähnlicher Form wieder auf, können sich die psychischen Beschwerden deutlich verstärken. Ein Trauma wird in den meisten Fällen durch Ereignisse ausgelöst, in denen sich der betroffene Mensch extrem hilflos und ausgeliefert fühlt. Es entsteht zumeist grosse Angst und oft ein Ohnmachtsgefühl. Die Psyche ist in solchen Situationen kaum in der Lage, das Erlebte zu verarbeiten. Menschen, die durch traumatische Erfahrungen belastet sind, brauchen besondere Behandlungsangebote, um die Folgen des psychischen Schocks mit den speziellen Symptomen wie Alpträume, Depression, innere Dauerspannung u.a. zu überwinden.

Focusing
Im Rahmen der klientenzentrierten Forschung am Institut von Carl Rogers an der Universität Chicago wurde in den Sechzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts eine bahnbrechende Entdeckung gemacht: E.T. Gendlin konnte nachweisen, dass die erfolgreichen KlientInnen einen körperlich spürbaren inneren Prozess durchlaufen. Er nannte diesen Prozess Focusing. Menschen, die diesen Prozess nicht spontan erleben, kann er vermittelt werden, damit sie innere Veränderung erreichen.